Linztriathlon 2012: Bronze bei der Landesmeisterschaft M40 Double Olympic Distance (Half Iron)

Bronze ........ das war das Positivste an diesem Tag.

Im Triathlon eine Medaillie, darüber freu´ ich mich riesig.

Nicht unbedingt utopisch, nur mußten da schon mehrere Umstände auf meiner Seite sein:

Einige direkte Mitstreiter nicht am Start, für mich sehr gute Bedingungen, Glück, aber auch Kampfgeist - "jeder da vorne auf der Laufstrecke könnte derjenige am Medaillienrang sein...."

Platz 12 in der Landesmeisterschaftsgesamtwertung klingt eigentlich auch nicht so deppert.......

Die Ergebnisse:

Zeit: 4:43:44

Platz 71 Gesamt von 445

Platz 25 in der M40

Schwimmen Rang 264 (36:51); Rad Rang 124 (2:32:30); Laufen Rang 23 (1:30:00)

Wechsel: 3:32 und 0:50

 

Wenn ich nicht letztes Jahr die 4:31-er Fabelzeit irgendwo hergezaubert hätte wäre ich auch zufrieden, so war es auf der ersten Hälfte eine Jagd nach einer Fata Morgana, diese Zeit, wenn auch unrealistisch, stand für mich im Raum!

Realistisch erwartet, aber auch angekündigt, habe ich eine 4:45. Mit 4:43:44 war ich im Endeffekt gerade noch im Soll.

 

Auswertung

Was ist passiert?

Passiert ist ein Schnupfen am Dienstag vorher im saukalten Plesch. Nicht schlimm, aber die Stirnhöhlen waren zu, leichte Kopfschmerzen die Folge. Am Donnerstag ging dann trotzdem eine locker-flockige Schwimmeinheit im Hallenbad recht gut, der kurze Tempolauf am Nachmittag auch gar nicht übel. Am Freitag dann eh´ nix mehr außer mit dem Rad die Startnummer abholen..... Nur von Freitag auf Samstag habe ich das Bett durchgeschwitzt, wieder wegen des Schnupfens nehm ich mal an, oder doch die volle Hose?

Schlägerei !
Schlägerei !

Das Schwimmen war schlimm, bei der zweiten Boje war ich durchgekaut und ausgespuckt, also abseits eine Linie suchen und wieder runterkommen.... ist aber aufgrund des fehlenden "Wasserschattens" nicht besonders effizient. Mir fehlt einfach das Durchsetzungsvermögen.... auf der zweiten Runde wieder das Gleiche, sobald ich in den Zug einsteige wirds chaotisch und kostet viel zu viel Energie, ich war sauer und fast schon verzweifelt, man spürt wenn´s nicht rund rennt, der Schwimmsplit fühlt sich endlos an. Eine Minute reiße ich auf meine Vorjahreszeit gleich mal auf.

Der erste Wechsel is´ a´ eine Katastroph´ , der Neo flutscht ned, die Kompressionsstrümpfe brauche ich einfach, eine weitere Minute kommt dazu....

 

Richtig angefressen rauf aufs Rad, zumindest das sollte funktionieren. Ich gebe recht viel, das Belastungsempfinden ist hoch, der Leistungsmesser spiegelt das aber nicht wieder. Zumindest die erste Runde war in der Zeit so wie letztes Jahr, nur geht das nicht nochmal 45km, ich muß deutlich rausnehmen, sonst komm´ ich nicht "Heim". Die Krämpfe zwischendurch bekomme ich mit Salzkapseln und viel Wasser in den Griff........ 15% weniger Durchschnittsleistung auf der zweiten Runde ergeben einen weiteren 4,5-Minutenrucksack.

 

Der zweite Wechsel war OK, der Laufsplit dann auch, zwar nochmal 5,5min langsamer als im Vorjahr, mehr wäre bei den paar (Lauf)Trainingskilometern sowieso nicht drinnen gewesen.

Die 1:30:00 waren im Feld eine Topzeit, sogar richtig locker erzielt. Das fehlende "scharfe" Lauftraining hat mich gehindert zu pushen. 

 

Is´ eigentlich total frustrierend, dort wo i´quasi nix trainiert hab´ bin ich im Spitzenfeld, in den Disziplinen wo ich trainier´ wie in Depperter mache ich zumindest mal bei dem Bewerb einen Rückschritt.

 

Bleibt viel zu analysieren..... ich hoffe ich kann Brauchbares finden, der Kopf muß aber zuerst mal frei werden!

Am Tag danach hat zwar eine Achilles, oder zumindest der Bereich rundherum, rebelliert, am Tag 2 ist der TSB (Training Stress Balance) aber schon wieder positiv, also "regeneriert"..... gnadenlose WKO+ Software.

So richtig kann mich eine Halbdistanz anscheinend nicht mehr erschüttern, schon gar nicht wenn ich sie so "lauwarm" absolviere ;-)

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Kommentare: 1
  • #1

    Manuel J (Montag, 28 Mai 2012 14:39)

    Gratuliere! Netter Bericht.